VORSTELLUNG ENTFÄLLT!!!
HH-PREMIERE
SVEN RATZKE & Band: „dEBUt“
Homme Fatale, Enfant Terrible und Paradiesvogel: der deutsch-niederländische Entertainer Sven Ratzke ist ein glamourösen Wirbelsturm. Ein großartiger Entertainer mit einer wahrhaft goldenen Stimme. Die grösste Holländische Zeitung schrieb über Ratzke: "Es gibt Menschen, die haben eine magische Anziehungskraft und da muss man einfach hinschaun. Sven Ratzke ist so Jemand. Er scheint für die Scheinwerfer gemacht zu sein, mit der Bühne als sein natürlicher Habitus. Kurz gesagt: Ratzke ist ein geborener Entertainer!" Ratzke ist das ultimative „Mischwesen“ beider Länder: tabubrechend, charmant, flapsig und direkt, divengleich und perfektionistisch. In seiner Show ’dEBUt’ regiert das Absurde. Nichts ist so wie es scheint. Und alles ist wie beim ersten Mal, voller Magie und Hingabe. Auf unwahrscheinliche und hintergründig-witzige Weise befruchten sich die Eigenarten im flamboyantem Kosmos: einem Nachtklub in der Dämmerregion zwischen Berlin und Amsterdam, zwischen Currywurst und Sekt. Begleitet von den zwei renommierten Jazzvirtuosen Charly Zastrau (Piano, Melodika, Arrangements/ Kompositionen) und Julius Peter Nitsch (Bass, Singende Säge und andere Kuriositäten) verwandelt Sven Ratzke jeden Auftritt in eine burleske, bizarre Nacht zwischen den Welten.
www.rampensau.de
www.sven-ratzke.de |
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Schwerter Kleinkunstwochen:
Rattenscharf - rotzfrech - Ratzke
Schwerte. Kennen Sie Kranenburg? Nein? Muss man auch nicht kennen. Da wohnen nur Männer, damit die Bevölkerung sich nur nicht vermehrt.
Kranenburg liegt am Niederrhein, nahe der holländischen Grenze. Da wurde Sven Ratzke
geboren und sogleich von den Holländern gekidnappt, als er in einer Aldi-Tüte steckend an einer Leine hing, die zwischen den einzigen zwei Fichten im Dorf gespannt war.
Melancholisch und ein wenig sexangehaucht
Der Mann und seine musikalischen Begleiter Charly Zastrau (Piano) und Cord Heineking
(Kontrabass, singende Säge) trieben die Zuschauer in ihrer über zweistündigen Show
„Gigolos & Germans” die Tränen in die Augen – vor Lachen. Ein rattenscharfer, rotzfrecher,
äußerst sympathischer Sven Ratzke wirbelte am Freitagabend grazil, mal laut, mal leise, als
vorletzter Part der 49. Schwerter Kleinkunst-wochen über die Bühne der Rohrmeisterei.
„Ich freue mich in Schwerte zu sein, so nah an der holländischen Grenze”, begrüßte der
Deutsch-Holländer das Publikum. „Ich hab' vor zehn Jahren angefangen vor fünf Leuten. Mich wollte kein Schwein sehen. Nicht wie heute. Halb Schwerte ist ja in den Rohrmeister
gekommen”, frotzelte er ins leider nur halbvolle Haus. Beabsichtigt oder nicht, blieb er den
Abend über beim Rohrmeister. „Der Abend wird anstrengend, depressiv und teilweise pervers”, hieß es im Programm. „Würde ich nie sagen. Der Abend wird vielleicht etwas melancholisch und ein wenig sexangehaucht”, korrigierte der Künstler.
Seine Geschichten zwischen den Songs sind ein wenig frivol, aber nie die Grenzen
überschreitend, sind bissig, selbstironisch – und urkomisch. Vor zehn Jahren lebte er in Berlin
und arbeitete als Fremdenführer. Einmal waren unter den Touristen drei wohlhabende
Holländerinnen, die das richtige Nachtleben Berlins erleben wollten. Er kriegte 50 Mark von
jeder und fuhr mit ihnen in den dreckigsten Nachtclub Berlins. „Der Türsteher, dessen
warzenübersäte Nase das Guckloch ausfüllte, war am ganzen Körper mit nackten, vollbusigen
Damen tätowiert, die mit einem Kreuz verbunden waren. Seinen Zopf hatte er mit einem unteren männlichen Körperteil verbunden. Es wurde ein voller Erfolg.” Der Mann erzählte von Orten, von denen wohl kaum einer je gehört hatte. Dichtung oder Wahrheit, autobiografisch oder nicht? Ratzke vereint viele Talente zu einem großen Ganzen. Er ist Diva mit Faible für Gossenpoesie, melancholischer Clown und Spitzenentertainer. Er ist spontan mit viel Raum für Interpretation, bezieht das Publikum mit ein und spielt mit ihm, ist ein brillanter Sänger, der mehrere Oktaven beherrscht. Er wühlt die Musiklandschaft auf und mischt Chanson, Pop, Blues, Jazz und Schlager. Begleitet wird er von den exzellenten Jazzern Zastrau und Heineking, denen die Spielfreude im Gesicht steht.
Eine exzellente Show, die mehr Publikum verdient hätte. Kulturamtsleiter Herbert Hermes:
„Weber und Beckmann sind hier auch vor 170 Zuschauern angefangen. Für deren Auftritt am
nächsten Freitag sind schon 500 Karten verkauft.” Wann kommt der Ratzke wieder? Bitte!
Westfälische Rundschau, 16.11.2009,
Christel R. Radix
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