HERMANN L. GREMLIZA, GERHARD HENSCHEL, CHRISTIAN KÄHLER:
- Eine Hommage an den großen Polemiker, Satiriker und Revolutionär
KARL KRAUS
»Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können, das macht den Journalisten.« (Karl Kraus).
Ein Abend mit Lesungen von Kraus' schwarzen Texten und Einspielungen historischer Ton- und Bildaufnahmen. Gemeinsam mit Hermann L. Gremliza, dem Herausgeber der Zeitschrift »konkret«, werden die Schriftsteller und »Titanic«-Satiriker Gerhard Henschel und Richard Christian Kähler einen Abend diesem »Weltwunder, Ungeheuer, Genie« (Elias Canetti über K.K) widmen und die Frage erörtern, was wir daraus heute noch Wissenswertes über die entfesselte Medienwelt erfahren können, über den Literaturbetrieb, die »Medienlandschaft« und ein verkommenes Staatswesen, dessen höchste Repräsentanten sich bereitwillig der sogenannten vierten Gewalt unterworfen haben. - »Kraus hatte den schärfsten Blick für das Niedere, Lächerliche, Verlogene, Armselige, das sich in Drucklettern, in Buch und Zeitung manifestiert.« (Alfred Polgar) - »Nichts war ihm verächtlicher als Journalisten, nichts unerträglicher als die Verflechtung von Meinung und persönlichem Vorteil, nichts schaler als eine »Pressefreiheit« für Meinungen, die keiner Freiheit bedürfen. Anders gesagt: Er trat mit Konsequenz und Rigorosität gegen Verhältnisse auf, die heute nicht einmal mehr beklagt werden.« (Roger Willemsen) - »Als das Zeitalter Hand an sich legte, war er diese Hand.« (Bertolt Brecht)
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