JESS JOCHIMSEN: "Was sollen die Leute denken"- Lesung. Lieder. Dias.
"Was sollen die Leute denken. Von kleinauf wurde mir dieser Satz, dieser Generalvorwurf, eingeimpft. Bis ich vergessen habe, dass das im Grunde eine Frage ist."- Ein Mann hört auf zu funktionieren. Sein Kind wünscht sich einen Hund, seine Frau möchte das traute Heim verschönern, draußen blüht das Leben – und er kündigt sein Dasein als "Selbstdarstellungsbeamter", schließt sich ein und versucht die "vernünftig geregelte Welt" der Arbeitsverhältnisse, Familienbeziehungen und Freizeitverbringung durch seine Rede zum Stillstand zu zwingen. Er redet sich um Kopf und Kragen. Er redet, damit nichts passiert. Jess Jochimsen hat einen verzweifelten, bitteren und sehr komischen Monolog geschrieben und wird ihn im Polittbüro zum Leben erwecken. Wer den Freiburger Autor, Kabarettisten und Fotograf kennt, weiß, dass er neben einem druckfrischen Buch immer auch ein paar Songs und einige schlimme Dias im Gepäck hat, auf dass in angenehmer Entspanntheit gefeiert werden kann. Der Autor wird nicht verhindern, dass dabei immer wieder jener kurze Moment unerhörten Glücks beschworen wird, in dem es völlig egal ist, was die Leute denken. "Jess Jochimsen gelingt mit diesem Text die so schwierige Gratwanderung zwischen Komik und Entsetzen auf grandiose Weise." (Bettina Schulte, Badische Zeitung)- "Jochimsen ist erwachsen geworden. Weniger lustig. Aber eben ungleich komischer." (Christoph Schütte, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
www.jessjochimsen.de
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