Di., 19. Febr. bis
Sa., 23. Febr.
und
Di., 26.Febr. bis
Sa., 2.März.:

20.00 Uhr
Eintritt: ACHTUNG:
20 Euro, erm. 15 Euro

 

WIEDERAUFNAHME "Wer hat Angst vor Virginia Woolf...?" von Edward Albee mit JANTJE BILLKER, TOMMASO CACCIAPUOTI, LISA POLITT und OLIVER TÖRNER. Regie: ERIK SCHÄFFLER

Es hätte nicht besser kommen können für den aufstrebenden jungen Biologie- Wissenschaftler Nick an der neuen Universität: Der Präsident hat ihn nebst Gattin zu einer seiner berühmten Parties eingeladen, um ihn im Lehrkörper bekannt zu machen, und danach wird er noch von dessen Tochter Martha zu einem Absacker eingeladen – DAS Signal für eine vielversprechende Karriere am College, dessen Leitung schließlich in absehbarer Zeit wechseln soll. Und dann das… „Martha- Spiritus für Dich..?“ fragt so scheinheilig wie beiläufig der Mann seine Frau vor den Gästen. – „Warum nicht: Nur nichts durcheinander trinken“, pariert seine gern mal wie ein Bierkutscher daherredende Gattin. „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“, dieser von Edward Albee geschriebene und im Oktober vor 50 Jahren uraufgeführte zeitlose Klassiker, ist die wohl berühmteste Zimmerschlacht der Theater- und Filmgeschichte. Die anfangs harmlos scheinenden Plänkeleien des alternden Akademiker-Ehepaares steigern sich in Anwesenheit ihrer jüngeren Nachbarn zur schonungslosen Bloßstellung und Abrechnung: Hass, Minderwertigkeitsgefühle und Lebensängste kommen zum Ausbruch, Mann und Frau zerfleischen sich in Schuldzuweisungen für ihr gesellschaftliches Scheitern. Sie provozieren, beleidigen und beschimpfen sich gegenseitig in einer atemberaubenden Redeschlacht. Dass dieses Stück so abgrundtief komisch ist, liegt an seiner  Fallhöhe – der Nähe eben noch hautnah erlebter Tragik zur unterirdischen Zote, die immer auch ein Kontaktangebot, eine Statuszuweisung ist.

DIE KRITIK: „Regisseur Erik Schäffler hat dieses Lebensdrama von Edward Albee nun auf der kleinen Bühne des Polittbüros in Szene gesetzt. Ein Paradestück, das gerade einer Kabarettbühne gut ansteht, weil es in Sachen Wortwitz so viel zu bieten hat. Die vier Darsteller führen den Verstand so lange im Kreis spazieren, bis man sich vor gar nichts mehr fürchten muss, weil alles schon passiert ist. Sie entblößen dabei die menschlichen Abgründe erschreckend genau. Gerade im Wechsel zwischen lauten und ganz leisen Tönen offenbart sich die Qualität dieses Abends“
(Birgit Schmalmack, hamburgtheater.de)

„Der harte Stoff ist eingepackt in eine oberflächlich- trunkene Fröhlichkeit, der Tanz auf dem Vulkan gespickt mit guten Gags. Das Schauspielerquartett liefert eine feine Ensemble- Leistung ab, bei der sich Spaß in Schrecken verkehrt- und andersherum. Für das doppelbödige Spiel gab’s (..) dann auch den verdienten frenetischen Applaus.  (Heiko Kammerhoff, MoPo, FÜNF STERNE) 

„Hinreißende Albee- Premiere im Polittbüro – (…)  eine wirkliche genialische Arbeit“ (Hans Peter Kurr, dap. „Die Inszenierung von Erik Schäffler (..) ist absolut sehenswert“ (Heide Soltau, NDR Hörfunk)


In der Übersetzung von Pinkas Braun, Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main