Mo., 1.12.

11.00 Uhr
Eintritt frei!!!
Freie Platzwahl!


 

Jugendtheater (ab 10 Jahre) Eintritt frei! Reservierung erbeten.
Bitte weitersagen an Jugendliche, Lehrer, Schulen, Verbände!
Tanztheater Échange-Culturel: "Alle Wege führen nach Afrika"

Ein Tanztheater, das sich mit afrikanischen Einflüssen in unserer heute populären Musik auseinandersetzt. Ein Blick in die Musikgeschichte des Jazz, Blues, Rock'nRoll und Hip Hop, sowie auf neue Richtungen wie House, Techno und Drum 'n' Bass. Welche Formen des Tanzens und musizieren gab es nur in Afrika, welche in europäischen Ländern? Was ist typisch europäisch/ afrikanisch? Gibt es so etwas überhaupt oder ist doch alles nur ein großer Mischmasch? mit Souleymane Kone (Burkina Faso), Khalifa Ababacar Fall (Senegal), Lenou Vernay (Frankreich), Wiebke Heinrich (Deutschland), Mamadou L. Ba (Senegal), Abdoulaye Diallo (Senegal) und Diamoral (Senegal/ Guinea Bissau/ Deutschland) Viele populäre Musik und Tanzstile haben ihren Ursprung in Afrika. Die damaligen Sklaven bewahrten was sie bewahren konnten und es entstanden die Gospel- und Worksongs, Rhythm'n'Blues, Swing, Rock'n'Roll, Jazz, Hip Hop, Salsa, Samba.... und dazu bestimmte Arten zu tanzen, die sich heute auf der ganzen Welt und teilweise zu hoher Kunstfertigkeit auf Show- und Theaterbühnen verbreitet haben. Um die vergessenen Ursprünge einiger populärer Tanz- und Musikstile zu ehren und erneut ins Bewusstsein zu rücken, begaben sich zwei europäische Tänzerinnen nach Westafrika. Mit ihrem tänzerischen und musikalischen Wissen suchten sie nach Parallelen in traditionellen westafrikanischen Tanz- und Musiktraditionen. Sänger in Mali erinnern eindeutig an Blues, Bewegungen aus kongolesischen Tänzen sind im Hip Hop und Dancehall zu finden, gegen die schnellen Füsse eines Tänzers aus der Elfenbeinküste sehen Steptänzer alt aus. Ohne die Kulturellen Schätze Afrikas wäre die weltweite Populäre Kultur nicht das, was sie heute ist. Um dies zu verdeutlichen, werden traditionelle europäische und afrikanische Tanzkultur in das Theaterstück eingebunden, gegenüber gestellt, wieder neu gemischt und neu experimentiert. Wärend der Reise und dem Austausch mit den afrikanischen Tänzern im Sommer wurde das Konzept und die Dramaturgie des Stückes festgelegt. Die Tänzer schlüpfen in stereotype Rollen, um bewusst zu machen und zu provozieren. Europäische Überheblichkeit, afrikanische Naivität, der Diebstahl von Kulturgut und das Schmücken mit fremden Lorbeeren wird dargestellt, gewürzt mit beeindruckenden Tanzfähigkeiten und Musik, die erahnen lässt, wieviel mehr Tanz und Musik noch unentdeckt in dem unterschätzten Kontinent steckt und dass, egal wieviel Kulturgut geklaut und reproduziert wird, wahre Kreativität, Leidenschaft und Lebensfreude unerschöpflich ist, und die wahren Gewinner nicht immer im Rampenlicht stehen.

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