Di., 22. bis 28. und 30. + 31. März
20.00 Uhr
Eintritt: 15,-/erm.10,- Euro
Freie Platzwahl!


 

 „AM BEISPIEL MEINES BRUDERS“      
nach dem gleichnamigen Buch von UWE TIMM -
mit TOMMASO CACCIAPUOTI und  KAI HUFNAGEL
Regie: MICHAEL WEBER

„...Brückenkopf über den Donez. 75m weiter raucht Iwan Zigaretten, ein Fressen für mein MG.“


Ein Tagebuch ist alles, was Uwe Timm von seinem älteren Bruder geblieben ist,  der mit 18 Jahren freiwillig zur Waffen-SS geht und 1943 in der Ukraine an der Front stirbt.
Mit der Veröffentlichung seines Buches, in dem Uwe Timm den Umgang seiner Familie damit schildert, wartet er, „bis alle anderen (Familienmitglieder) tot sind“. Er benennt damit einen Generationskonflikt, der unsere Gegenwart bis heute prägt. Entstanden ist ein im besten Sinne aufklärerischer Roman, verstörend genau in der Schilderung der familiären Atmosphäre, diesem für den jüngeren Sohn schier undurchdringlichen Gemisch von Heldenmythos um den toten Bruder, Leugnung, Tabu und Relativierung, das typisch war für die Nachkriegszeit und aus dem die 68er Revolte hervorgegangen ist.
Ein Text, immer wieder auch unvermutet poetisch und skurril, der Werkzeug liefert zum Verständnis der heutigen Zeit. Auf die Bühne gebracht in der Fassung von Michael Weber, festes Mitglied des Hamburger Schauspielhauses.
Gefördert von der Hamburger Kulturbehörde - Der Roman „Am Beispiel meines Bruders“ von Uwe Timm ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen.
Auszug aus den Kritiken:
„Dieses Stück ist ein echter Coup für das kleine Polittbüro. (…) Die Inszenierung von Regisseur Michael Weber setzt das klare und nüchterne Buch kongenial um. (…) Eine eindringliche Aufführung über die Verstrickung von Familie und Weltgeschichte. Stark!“ (Heiko Kammerhoff, Hamburger Morgenpost)
Originell, sehr intensiv und dabei humorvoll“(Melanie von Bismarck , NDR 90,3)
„Gelungene Uwe- Timm- Premiere im Polittbüro“ (Stefan Reckziegel, Hamburger Abendblatt)
„(…)aufwühlend, wenn zwei so exzellente Darsteller mit wenigen Mitteln so klar diese typischen Deutschen verkörpern. Sehenswert!“ (Christian Hanke, Godot)
„Man könnte denken: Altes Thema, haben wir durch, tönt schon von allen Bühnen, aber nein, in dieser Dichte und in dieser Beispielhaftigkeit habe ich es so noch nie gesehen. (…)haben die Figuren mit wenig Aufwand sehr typisch gestaltet und die verschiedenen Rollenwechsel glänzend bewältigt: Tommaso Cacciapuoti und Kai Hufnagel (…) Ein gelungener Wurf. Es stimmte einfach alles.“  (Anja Röhl, Junge Welt)

„Das Buch ist ein Bestseller- und das Stück ein Knüller.“ (5 von 5 Sternen in der Hamburger Morgenpost)