So., 17. Sept., Achtung: 12 Uhr

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Eintritt frei, Spenden erbeten

 

DR. LUTZ VAN DIJK :

„Nationalsozialistische Verfolgung von Homosexuellen: Geschichte und Erinnerung“

Vortrag – Lesung – Film

Begrüßung: ESTHER BEJERANO

 

 

Viele Jahrzehnte blieb die Verfolgung und Ermordung homosexueller Menschen zwischen 1933 und 1945 aus dem öffentlichen Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus verbannt. Sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR wurde das Verfolgungsschicksal dieser Gruppe weder anerkannt noch entschädigt; vielmehr wurden Homosexuelle weiter diskriminiert. Erst das nachdrückliche Engagement der homosexuellen Emanzipationsbewegung führte dazu, dass eine kritische Aufarbeitung dieses Themas inzwischen begonnen hat.

Die Veranstaltung befasst sich mit der Geschichte der nationalsozialistischen Homosexuellen-Verfolgung und fragt am Beispiel Deutschlands und Polens nach dem Umgang mit diesem Thema nach 1945. Der Historiker und Schriftsteller Dr. Lutz van Dijk setzt sich für das Erinnern an als homosexuell verfolgte Häftlinge in der Gedenkstätte Auschwitz ein. Vergleichend wird die Situation in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme skizziert.

Anschließend liest van Dijk aus seinem Buch „Endlich den Mut…“ und zeigt eine kurze Dokumentation über das Leben von Stefan Kosinski aus Polen (1925–2003), der im Zweiten Weltkrieg mit 17 Jahren nach § 175 verurteilt wurde und die NS-Zeit nur knapp überlebte.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und der  KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eintritt frei, Spenden erbeten