Di., 14. Juni
20.00 Uhr
Eintritt frei!

Freie Platzwahl!


 

 

HARALD HAHN:

Monolog mit meinem asozialen Großvater“


Das Theaterstück handelt von der vergessenen Opfergruppe der sogenannten „Asozialen“ während der NS-Zeit. Bis heute ist die Schuld an ihnen kaum aufgearbeitet. Erst 2020 wurden auch die „Asozialen“ vom Bundestag offiziell als Opfer der NS-Diktatur anerkannt. Persönliche Zeugnisse gibt es von ihnen kaum und das Erinnern an sie kann herausfordernd sein: dem alkoholkranken Großonkel gedenken, der mitunter gewalttätig wurde? Der obdachlosen Großmutter, die sich prostituiert haben soll? Nur zögerlich beginnt unsere Gesellschaft, sich mit NS-Opfern wie diesen auseinanderzusetzen. Auch der Theatermacher und Pädagoge Harald Hahn wusste lange wenig über die Geschichte seiner Familie: Der Großvater war als „Asozialer“ im KZ. In Form eines Erzähltheaters will er sich nun diesem Familiengeheimnis annähern – und dabei aufzeigen, was Schuld, Scham und Schweigen über Generationen in Familien anrichten, wie Klasse und Herkunft unsere Gesellschaft heute noch strukturieren und was das mit dem Wert eines Lebens macht. Im Anschluss an das Stück findet ein Publikumsgespräch statt.

Im Rahmen der Wanderausstellung zur Geschichte der sozialrassistischen Verfolgung in Hamburg, veranstaltet von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte

https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/nachrichten/news/ausstellung-zwischen-zwangsfuersorge-und-kz-arme-und-unangepasste-menschen-im-nationalsozialistischen-hamburg/